Content Management Systeme
Mit dem zunehmenden Bedarf einer effizienten Verwaltung von Wissen in Organisationen wurden eine Reihe von Komponenten zum Management von Dokumenten und Informationen geschaffen. Content Management Systeme (CMS) erlauben eine Integration dieser einzelnen Komponenten in ein umfassendes System. Allgemein bieten solche Systeme die Möglichkeit unternehmens- und produktbezogene Inhalte (Text oder Multimedia) zu erzeugen, zu bearbeiten und zu verwalten.
Klassifiziert werden CMS über Client/Server-Systeme. Serverseitige CMS werden in der Regel über Programmiersprachen auf dem Server gesteuert. Sie sind abhängig von der Rechenkapazität der Server und daher nicht gut skalierbar in bezug auf die Nutzerzahl. Andererseits ermöglichen sie eine einfache weltweite Betreuung von Webseiten über das Internet. Im Gegensatz dazu findet die Steuerung von clientseitigen CMS über den Rechner der Anwender statt. Eine weitere Klassifikation ergibt sich über die Statik/Dynamik bei der Generierung der notwendigen Daten.
Bei CMS sollen gleichzeitig viele Benutzer, gesteuert durch einen definierten Workflow, Dokumente abfragen und modifizieren können. Dabei werden den Benutzern Rollen zugewiesen, die ihnen die notwendigen Rechte und Sichten für den Zugriff auf Daten und Dokumente definieren. Ein Publishing-Prozess beteiligt bei Bedarf alle relevanten Personen vom Autor, über den Redakteur bis zum Herausgeber. Mit der Bereitstellung von Vorlagen kann eine übersichtliche, einheitliche und sogar schnellere Erstellung von Dokumenten erfolgen. Medienneutrale Datenhaltung ermöglicht es, Inhalte nach Bedarf des Benutzers zu generieren. Immer häufiger wird dazu XML als flexibles Format zur Speicherung eingesetzt. Inhalte können in ihrer zeitlichen Abrufbarkeit eingeschränkt werden und somit den manuellen Einsatz zur Datenpflege reduzieren. Benutzer werden automatisch bei der Änderung von Dokumenten benachrichtigt. Über das Versionsmanagement kann eine Dokumenthistorie verwaltet werden. Import- und Exportschnittstellen erlauben die Kommunikation mit der Außenwelt und externe Informationsdienste und andere Datenquellen werden dabei eingebunden. Ein wesentliches Merkmal moderner CMS ist die modulare Erweiterbarkeit.
Content Management Systeme lassen sich nach Anwendungsschwerpunkten weiter differenzieren in Redaktionssysteme, Web Content Management Systeme und Enterprise Content Management Systeme. Während Redaktionssysteme im Medienbereich eingesetzt werden, finden Web Content Management Systeme ihren Einsatz bei z.B Matratzen, CRM Beratung Webseiten oder Beamer Online Shops im World-Wide-Web. Hierbei werden vor allem Inhalte mit Internet-Formaten wie HTML, XML und weiteren Multimedia-Formaten unterstützt.
Enterprise Content Management Systeme stellen über eine einheitliche Schnittstelle Daten für alle Applikationen über mehrere Schichten hinweg zur Verfügung. Durch Verwendung von Diensten können Redundanzen vermieden werden und sorgen dadurch für ein übersichtliches, leichter wartbares System.
Die folgenden Content Management Systeme erfreuen sich besonders großer Beliebtheit: Joomla, Wordpress, Drupal und TYPO3.
Bestimmte Internetagenturen haben sich inzwischen auf spezielle Systeme spezialisiert. So ist eine Typo3 Agentur darauf ausgerichtet komplexe Internetseiten mit dem Open Source CMS zu realisieren.